Gutes Sehen ist mehr als ein Visus von 100%

visus100%Wie schon unter „Adleraugen“ erläutert, gehört zum guten Sehen, viel mehr als auf einer Sehtafel alle Zeichen in angegebener Entfernung scharf zu sehen. Heute geht es um die verschiedenen Arten von Sehen, und für was welches Sehen zuständig ist.

Zum einen gibt es das statische Sehen. Hierbei wird anhand einer Sehtafel oder auch mittels eines Gerätes ermittelt, wie gut jedes Auge eine bestimmte Schriftgröße auf eine bestimmte Distanz sehen kann.
Statisches Sehen kann mithilfe von Brillen, Kontaktlinsen und auch Laser-OPs korrigiert und optimiert werden.

Zum anderen gibt es das sogenannte dynamische Sehen. Oben erwähnte Visustafel zu lesen ist eine Sache, wie aber ist der Seheindruck, wenn man die Zeichen liest, während jemand die Tafel bewegt? Oder wie gut ist das Sehen, wenn man sich selber bewegt, zum Beispiel auf einem Trampolin hüpft? Oder noch anders: wie gut sieht man, wenn die Tafel bewegt wird und man auf einem Bein steht?

Ein gutes Sehen in Bewegung ist essentiell wichtig im Sport, aber auch im täglichen Leben hilft ein gutes dynamisches Sehen – zusammen mit dem bestmöglichen statischen Sehen – enorm bei anspruchsvollen Sehaufgaben, wie z.B. im Strassenverkehr, bei der Arbeit an einem oder mehreren Monitoren, für Polizisten genauso wie für  Piloten und Fluglotsen, etc.
Dynamisches Sehen kann nicht durch Hilfsmittel wie Brille oder Kontaktlinse korrigiert, sondern muss erlernt und trainiert werden.

Was gehört nun alles zum dynamischen Sehen? Es umfaßt ein breites visuelles Feld von Blickmotorik,  Akkommodationsfähigkeit, Peripherie, Stereosehen, Raum- und Tiefenwarhnehmung bis hin zu Reaktionsfähigkeit, Timing, Hand-Augen-Fuß-Koordination, Konzentrationsvermögen und visueller Ausdauer.

Durch spezielle Trainingsprogramme kann das dynamische Sehen gesteigert werden. Weitere Info unter  Dynamic Eye.

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