Visuelle Leistungsdiagnostik an der Trainerakademie

kath rb

Im März hatten wir eine Fortbildung für Bundestrainer im Rahmen des Bundestrainer-Forums der Trainerakademie Köln.

frank svtTrainer aus den Sportarten Badminton, Eisschnelllauf, Handball, Beachvolleyball, Leichtathletik, Roll- und Inlinesport, Biathlon, Taekwondo, Schwimmen, Petanque kamen und ließen sich zwei Tage theoretisch und praktisch in die visuelle Leistungsdiagnostik und das SportsVision-Training einführen.

Neben praktischer Selbsterfahrung erhielten die Trainer auch Testmethoden zur Feststellung von möglichen visuellen Defiziten bei den von ihnen betreuten Athleten. Wir freuen uns über die sehr aktive Beteiligung und positive Resonanz und auf weiter gehende Kooperationen.

Vielen herzlichen Dank an Frank Wieneke für die Organisation der Veranstaltung.

wolf jan sabine

biopter

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Neuer Ausbildungslehrgang "Visualtrainer"

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Im Mai startet der neue Ausbildungslehrgang zum „VISUALTRAINER“. 
Ausbildung Visualtrainer 2014

in der von uns angebotenen Ausbildung lernen die Teilnehmer Sehfunktionen (Blickmotorik, Beidäugigkeit, Akkommodationsfähigkeit) zu vermessen. Sie überprüfen, wie die Weiterleitung des Sehreizes an das Gehirn bewerkstelligt wird und wie der Kunde den visuellen Reiz in eine angemessene Tätigkeit umsetzt (zum Besp. Auge-Hand-Koordination). Sie lernen, welche Einflussfaktoren auf das visuelle System einwirken (zum Beispiel Balance, Orientierung, frühkindliche Reflexe) und wie man Sehstress herausfindet. 

Ziel ist es, den Kunden richtig einzustufen und ihm ein gezieltes Training anzubieten. Für jeden Kunden sieht das Training anders aus, denn das Training kann nur erfolgreich sein, wenn der Trainer genau herausfindet, wo genau das Problem liegt. Auch die Intensität des Trainings ist abhängig vom Stand der Leistungsfähigkeit des Kunden. So muss jemand, der viel am Bildschirm arbeitet, eine Möglichkeit finden, sich zu entspannen. Jemand der alterssichtig wird, muss eher Spannung aufbauen. Ein Kind, das schon Probleme in der Augenbeweglichkeit hat, braucht vielleicht eher ein Training der Koordination. Jeder Mensch ist anders. Darum muss vermessen werden!
Die Ausbildung zum Visualtrainer gliedert sich in 2 Module à 4 Tagen. Im ersten Modul liegt der Fokus auf Screening & Diagnostik, im 2. Modul auf dem Training. Der Visualtrainer-Lehrgang ist auch die Voraussetzung zur weiterführenden Ausbildung zum DynamicEye – SportsVision Trainer

Die Ausbildung ist geeignet für alle, die sich für das Thema Sehen, Augen, Lernen und Sport interessieren – u.a. Augenoptiker, Funktionaloptometristen, Orthoptisten, Heilpraktiker, Sporttrainer, Pädagogen, Lernförderinstitute, Gesundheitsberater, Therapeuten, Sehtrainer, die sich fortbliden möchten etc. Voraussetzung zur Teilnahme ist allerdings keiner dieser Berufe, dafür aber Interesse und Begeisterung für Neues.

AD(H)S und Ritalin – was steckt auch dahinter?

ritalinDieser Artikel zum Thema Ritalin sollte von allen Eltern, Erziehern, Lehrern und Ärzten gelesen werden.

Auch wenn man an einer „Erfindung“ von AD(H)S zweifelt, Tatsache ist, dass Ritalin kein Wundermittel ist und es die Kinder nicht heilt, sondern sie lediglich mittels Drogen ruhig stellt und somit verseucht, sie den gesellschaftlichen Erwartungen anzupassen. Und das mit allen nur erdenklichen medizinischen und psychologischen Folgen.

Wenn ein Kind ein Zappelphillip ist, dann sollte zunächst ausgiebig untersucht werden, was die Ursachen sein könnten und das Kind nicht pauschal in die so einfache Diaagnoseecke „Hyperaktivität“ stecken. Man sollte sich auf jeden Fall auch die Frage stellen, wer hier von der Diagnose am meisten profitiert. Es sind weder die Kinder, noch die Eltern, noch das Umfeld sonderin in erster Linie die Pharmaindustrie.

So sind zum Beispiel Symptome von mangelnder Beidäugigkeit nahezu identisch mit den Symptomen von AD(H)S

Kommen Ihnen die nachstehenden Symptome zum Beispiel bekannt vor?

Das Kind:

  • hat wenig Ausdauer und lässt sich schnell ablenken
  • stört im Unterricht und hat Probleme mit den Hausaufgaben
  • hat eine schlechte Schrift und hält kaum Ordnung
  • zeigt eine unangepasste Mimik, Gestik und Körpersprache
  • hat schlechte Leistungen in der Schule
  • hat Teilleistungsschwächen beim Hören und Sehen und in der Fein- und Grobmotorik
  • hat Lese-Rechtschreib-Schwäche, Rechenschwäche, Lernleistungsprobleme mit Klassenwiederholungen,
  • ist ungeschickt und hat oft Unfälle
  • hat geringes Selbstbewusstsein
  • und wird zum Außenseite

All diese Symptome finden sich auch bei Beidäugigkeitsstörungen wie u.a. bei einem latenten oder manifestem Schielen. Ein Training der Beidäugigkeit ist nicht nur einfach, sondern vor allem erfolgreich und läßt die Symptome in kürzester Zeit nachhaltig verschwinden.

Hier der oben erwähnte Artikel: 

Ritalin_ Wie die Pharmaindustrie unsere Kinder vorsätzlich zerstört - Kopp-Verlag

Welche Ihrer Gehirnhälften ist die dominierende?

gehirnUnser Gehirn und seine beiden Hälften

In unserer westlichen Welt wird meist die linke Gehirnhälfte sehr viel stärker gefordert als die rechte. Denken Sie zum Beispiel an die Schule – hier standen vielmehr logisch-analytische Denkprozesse im Vordergrund und Schwerpunkte lagen in den Bereichen Sprache und Zahlen. Exzellente und kreative Denkleistungen können aber nur dann entstehen, wenn beide Hemisphären des Großhirns gut zusammenarbeiten und sich ergänzen. Deshalb ist es so wichtig, auch die rechte Gehirnhälfte in Denk- und Lernprozessen zu fordern.

Derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge, liegt es aber nicht daran, wie viel man weiß, um sich an etwas zu erinnern bzw. sich etwas zu merken, sondern wie gut die einmal gespeicherten (gelernten) Informationen miteinander vernetzt sind.

Klicken Sie auf das Bild und Sie gelangen zu einem Test, der feststellt, welche Gehirnhälfte bei Ihnen dominiert.
Mehr zum Thema finden Sie hier.

Wie Lehrern die Augen für visuelle Probleme von Schulkindern geöffnet werden könnten

Diskussion über Wirksamkeit verschiedener Methoden bei Binokularstörung



doz

In der DOZ – Deutsche Optiker Zeitung erschien im Frühjahr ein Artikel über eine durchgeführte Studie mit dem Titel „Visuelle Defizite und Lese-Recht-Schreib-Probleme bei deutschen Schülern der dritten Klasse“.
Im September dann die dazugehörigen Leserbriefe – hier als Pdf beigefügt.
 

Präsentation1 Was mich dabei wirklich anficht, ist die Vehemenz, mit der die einzelnen Parteien, „ihre“ Behandlungsmethoden als die einzig Wahre und einzig Legitime darstellen und diese offensichtlich sogar bis aufs Blut verteidigen wollen. Da wird verbal um die Validität von Studien gekämpft, Prismenkorrektur als das unanfechtbare Allheilmittel einerseits und Funktionaloptometrie und Visualtraining andererseits als der Weisheit letzter Schluß propagiert.

Was dabei völlig aus den Augen verloren wird, ist das Wohl der Menschen, die zu uns kommen und bei denen so oft ein ungeheuer großen Leidensdruck vorherrscht. Ich empfinde es nahezu als Verbrechen, auf dem Rücken dieser Menschen – ob Klein oder Groß – den Kampf um den Stein des Weisen durchzufechten. Ein Seh- oder Visualtrainer, der bei seinen Kunden über die Behandlungsmethoden von Augenärzten und/oder Orthoptisten schimpft, ist dabei in meinen Augen genauso zu verurteilen wie ein MKH-Augenoptiker, der  ausschließlich Prismen verordnet und ein Funktionaloptometrist, der sich über alle gängigen Praktiken stellt. Das einzige, was dabei passiert, ist dass der Kunde – wie gesagt versehen mit großem Leistungsdruck – obendrein noch völlig irritiert wird und gar nicht mehr weiss, wem und welcher Schule er nun glauben soll.
Warum können all die „Augenberufler“ nicht sinnvoll miteinander arbeiten und sich in ihren jeweiligen Strategien ZUM WOHLE DES KUNDEN ergänzen. Ich bin überaus dankbar, dass ich ein Netzwerk von Augenoptikern, Orthoptisten und Funktionaloptometristen habe, so dass mein Kunde sich stets gut aufgehoben fühlt und nicht permanent zwischen die Stühle gesetzt wird und sich zwischen zwei oder drei Behandlungsmethoden entscheiden muss.  Es gibt einfach kein eindeutiges entweder / oder!

Denn eines sollten wir doch nicht vergessen – jeder Mensch ist unterschiedlich und so sind seine visuellen Fähigkeiten und die möglichen Behandlungsmethoden. Ob Operation, MKH, Occlusion, Prismen, Visualtraining oder eine Kombination aus allem das Mittel der Wahl ist: Was hilft, hilft!!! So einfach ist das – und jetzt lasst uns mit dem vehementen Diskutieren um das einzig Wahre aufhören, denn das gibt es nicht. Und die Kinder aus der Studie und noch viele andere warten darauf, dass ihnen geholfen wird.

Startschuß für die Studie mit der Optibox beim 1. FC Köln

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Es geht los – Luisa begann gestern ihre Masterabeit für die Deutsche Sporthochschule mit dem modernen und innovativen Trainingsgerät, der Optibox. Der Nachwuchs des 1. FC Kölns wurde gestern auf seine visuellen Fähigkeiten getestet  – das umfasste u.a. die periphere und zentrale Wahrnehmung, das dynamische Sehen und die Hand-Auge-Koordination. Darüber hinaus wurde die Reaktions- und Antizipationsfähigkeit mit dem Wiener Test geprüft, und danach wurden alle in das Training an der Optibox eingeführt.

Wir sind sehr gespannt  auf die Ergebnisse und wünschen allen Beteiligten viel Spaß und viel Erfolg beim Training!!!!


P1030857Vielen Dank an Alex für das „Möglichmachen“!!! und an Natalie für Deine Unterstützung bei der Vermessung.
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Sven, Martin und Gerhard, die Hersteller der Optibox von der Firma Sehkunde, Sabine und Steffi beim 1. FC Köln!
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